Siegerland: Rubens, Erz und tiefe Wälder

Ein Besuch des Landes an der Sieg lohnt sich immer – auch zur Winterzeit

Siegerland: Rubens, Erz und tiefe Wälder

Krönchen-Kirche in Siegen und Winterblick. (Foto/Mont: presseweller)

(DialogPresseweller). Mit Erz und Eisen wird das Siegerland im südlichen Westfalen seit Jahrhunderten verknüpft. So schrieb es auch der Siegener Schriftsteller Georg Hainer als Titel eines Büchleins: „Wo Eisen in den Bergen liegt“. Erz wird schon lange nicht mehr gefördert, hier und da gibt es museale Möglichkeiten, Details vom Erzabbau kennen zu lernen. Und wer Rubensgemälde sehen will, wird ebenfalls im Siegerland fündig. Die hügelige Landschaft ist aber auch sonst immer einen Besuch wert. Und wenn der Schnee die Nadel-, Misch- und Laubwälder einhüllt, ist es dank des großen Waldanteils besonders romantisch.

Im Siegerland ist das Rothaargebirge mit seinen Quellen ein beliebtes Ausflugsziel. Auf über 600 Metern Höhe entspringt die Sieg, die von hier ihren Weg durch Dörfer und Städtchen bis in den Rhein nimmt. Im jungen Siegtal bei Walpersdorf im Netpher Land findet sich ein häufig genutzter Köhlerplatz. Die Kohlenmeiler werden gespeist vom Holz der umliegenden Hauberge, einer besonderen, hier typischen Art des Niederwaldes. Von der Siegquelle aus erreicht man zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto über die alte Eisenstrasse den Lahnhof mit der Lahnquelle. Auf Gutes einkehren können Ausflügler gleich oberhalb der Siegquelle in Großenbach, von wo es einen tollen Ausblick gibt, sowie am Lahnhof. Von der Siegquelle in andere Richtung führt die Eisenstraße nach Lützel und zum Giller im Hilchenbacher Land. Nach kurzer Wanderung ist die Ruine Ginsburg erreicht. Ist der Schnee passend, bietet sich diese Landschaft auch für Skifahrer, Langläufer und Rodler an, gute Einkehrmöglichkeiten inklusive.
Von Hilchenbach aus, wo man sich den Marktplatz mit den großen Fachwerkhäusern anschauen sollte, und im Netpher Land lohnt es sich, über die kleinen, meist unbebauten Täler, zu Dörfern wie Beienbach oder Sohlbach zu fahren oder wandernd zu erkunden. Schönen dörflichen Charakter haben sich zum Beispiel auch Öchelhausen, Ruckersfeld und Grund, dem Geburtsort des bekannten Augenheilkundlers Jung-Stilling, bewahrt. Aber allerorten findet man noch beschauliche Dörfer wie auch im Freudenberger Land, beispielsweise Plittershagen und Bühl. „Ihr habt’s richtig schön hier“, sagen uns Bekannte aus anderen Regionen, wenn wir sie im Siegerland herumführen.
Viel entdecken lässt sich ebenfalls rund um Eiserfeld, Wilnsdorf, Kreuztal und Burbach sowie im Hickengrund. Vielerorts findet man den Backes, das Backhaus, in dem zu vielen Terminen traditionell Brot und auch Kuchen gebacken werden. Probiert haben sollte man den Reibekuchen, im Siegerland Riewekooche genannt – ein Kartoffelbrot. Er wird auch im – vergriffenen – Bändchen „Wo Riewekooche auf den Bäumen wachsen“ des Siegener Verlages Buch-Juwel vorgestellt. Im aktuellen Büchlein „Em Siegerland“ (ISBN 978-3-9808784-9-4) geht es ebenfalls wieder um Traditionelles und Erinnerungen an früher, teils in Siegerländer Mundart und mit manchem Tipp wie zu Museen. Auf den Webseiten des Verlages ( http://www.buch-juwel.de ) lässt sich einiges zum Siegerland nachlesen.

In der Stadt
Schlicht „Die Stadt“, urkundlich als Stadt vor knapp 790 Jahren erwähnt, wird seit jeher der Zentralort Siegen von vielen Landbewohnern genannt. Mit großem Einkaufs-Center am Bahnhof und vielen Fachgeschäften in Unter- und Oberstadt lädt er vor allem zum Bummeln, Einkauf und zur Einkehr ein. Es gibt eine rege Gastronomie- und Kneipenszene. Kultur- und Kunstinteressierte sind unter anderem im über 100-jährigem Siegerlandmuseum im Oberen Schloss richtig, wo auch verschiedene Arbeiten von Peter Paul Rubens zu sehen sind. Der große Maler wurde 1577 in Siegen geboren. Moderneres und regelmäßige Ausstellungen bietet das Museum für Gegenwartskunst am Unteren Schloss. Kulturelles in großer Bandbreite spielt sich im Apollo-Theater, im Kulturhaus Lyz und in der Siegerlandhalle ab. Wahrzeichen des Ortes ist das güldene Krönchen, das auf der markanten Nikolaikirche in der Oberstadt thront. Ein Blickfang. Das Krönchen stiftete Mitte des 17. Jahrhunderts Fürst Johann Moritz zu Nassau-Siegen.
Im Siegerland gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen und Ferienwohnungen, Gasthöfen und Hotels. Und wer das Land an der Sieg erkundet, wird dann vielleicht ebenfalls sagen: „Ihr hab’s aber schön hier“. (jw)

Die einfachste Anfahrt per Auto ist über die Autobahn A 45 mit den verschiedenen Abfahrten von Burbach über Wilnsdorf und Siegen bis Freudenberg. Mit der Bahn je nach Zielort.
Zu Details sollte man sich auf den Internetseiten der jeweiligen Städte und des Touristikverbandes Siegen-Wittgenstein (unter siegen-wittgenstein.de auf Touristik gehen) informieren.

Foto: „Krönchen“-Kirche und Winter-Landschaftsblick. (Foto/Mont.: presseweller)
Download unter Medientexte auf http://www.presseweller.de

Einzelfotos zu verschiedenen Örtlichkeiten können bei presseweller.de angefordert werden

Mehr zum Siegerland (Mundart, Büchlein, Gerichte, Hauberg, Poster usw.) auf http://www.buch-juwel.de

DIALOGPresseweller schreibt und veröffentlicht im journalistischen Bereich seit 1978 Reiseberichte in unterschiedlichsten Medien, bevorzugt zu nahen per Auto oder Bahn erreichbaren Zielen in Deutschland und im nahen Europa sowie zum großen Teil zu Zielen abseits der Haupt-Tourismusrouten. Zum Portfolio gehören im PR-Bereich auch Texte und Aktionen für Tourismusverbände, Hotels und Resorts. Ein weiterer Schwerpunkt sind Autotests mit Fahrzeugen der verschiedensten Hersteller und Importeure, vom Familienfahrzeug bis zum rassigen Sportwagen, von Audi bis VW, von Chevrolet bis Porsche sowie allgemeine Auto- und Verkehrsthemen.

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