Wismar und Schwerin: Schöne an der Ostsee

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Im Altstadt- und Schlosszauber schwelgen, schauen und einkehren

Wismar und Schwerin: Schöne an der Ostsee

Schweriner Schloss (l.) und am Markt in Wismar. (presseweller)

Von Jürgen Weller / presseweller

Die Ostseeküste bietet viele zauberhafte Ansichten, ob in Schleswig-Holstein oder gerade auch auf der „östlichen“ Seite in Mecklenburg-Vorpommern. Von Frühling bis Sommer ist es zwar temperaturmäßig angenehm, aber die Städte, Städtchen und Orte an Nord- und Ostsee haben auch im Winter ihren Reiz. Man muss nur passend gekleidet sein, will man sich den frischen Wind um die Nase wehen lassen und in der guten Luft tief durchatmen. Wir hatten schon das prickelnde Erlebnis, wenn auch dieser Reisebericht in der wärmeren Jahreszeit entstanden ist. Zur Erläuterung der Überschrift sei auch direkt klar: „Schöne“ stehen mit Wismar und Schwerin nur als Beispiele. Es gibt so viele sehenswerte schöne Städte an der Ostsee und im nahen Umland, die es zu erkunden gilt und die einen auch längeren Besuch oder eine Städtetour lohnend machen.

Hatten wir bereits noch zu DDR-Zeiten, kundig geführt, Stralsund mit seiner Backsteingotik erlebt, stand nach vielen Jahren einmal eine andere „Schöne der Ostsee“ in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Plan: die alte Hansestadt Wismar. Der große Marktplatz ist eine zentrale Stelle. Hier kann man nicht nur schauen und schauen, sondern sich – je nach Witterung – draußen oder drinnen für den Gang durch Gassen, zu Kirchen und Backsteinbauten auch stärken. Von der urkundlichen Ersterwähnung an – im Jahr 1229 – hat die Stadt, die seit 2002 in der Weltkulturerbe-Liste der Unesco geführt wird und bis in 14. Jahrhundert auch Residenzstadt war, bereits über 780 Jahre auf dem Buckel – alles detaillierter nachlesbar im Internetauftritt der Stadt. Herrscher kommen und gehen. Einst Schweden zugeordnet, kam Wismar Anfang des 20. Jahrhunderts zu Mecklenburg. Ein Bummel zum Hafen, zu den Kirchen St. Nikolai und St. Georgen gehören dazu – und zu St. Marien, wo zumindest noch der Turm vom einstigen Gotteshaus zeugt und bei unserem Besuch fleißig am Wiederaufbau gearbeitet wurde. Wir informieren uns über die durchdachte Bauweise einst und die Backsteingotik, die man vielerorts im Norden findet. Der kleine Vortrag zu St. Marien hat sich gelohnt.
Nur wenige Schritte vom Marktplatz entdecken wir Besonderes, „Karstadt mit einem Jugendstilhaus“. Wenn man es nicht weiß, löst es Erstaunen aus: Tatschlich ist hier das Stammhaus der bekannten Kaufhausfirma Karstadt, den zugänglichen Informationen nach im Jahre 1881 von Rudolph Karstadt gegründet. Ostseeluft schnuppern und Geschichte „atmen“: Hier können wir es nahezu überall, sehen stille nostalgische Winkel, noch Unsaniertes neben fein Herausgeputztem und pulsierendes Leben.
Wer Lust hat, kann ohne Fähre über einen Damm zur vorgelagerten Insel fahren. Poel. Sollte man machen, wenn man in Wismar ist. Zugegebenermaßen hatten wir den Namen Poel noch nie gehört. Wälder, Wiesen, Weiden und Strände sind Begleiter. Neben dem Wasserarm grasen friedlich Pferde auf saftigen Wiesen, gibt es verschiedene Orte und bekannte Namen wie zum Beispiel Niendorf und Timmendorf. Leuchtturm, großer Strand, verkehrberuhigte Ortszone mit Cafes und Restaurants. Mittagszeit. Fisch ist auf den Speisenkarten gut vertreten. Was mit Aal oder Meeresfrüchten? Bei uns ist Hering in Sahne-Zwiebel-Soße mit Bratkartoffeln angesagt. Ausgesprochen lecker. Wir genießen es auf der Restaurant-Terrasse. Poel bietet unter anderem einen über elf Kilometer langen Sandstrand. Außerdem schließt sich gleich eine Vogelschutzinsel an. Der Blick übers Wasser, die kleinen, verträumt wirkenden Häfen. Authentisch. Schön. Von Wismar aus ist es mit dem Auto ein kurzer Weg, um auf Poel zu kommen.

Auf nach Schwerin
Aber da lockt neben Wismar und dem südlich gelegeneren Ludwigslust mit der großen Schlossanlage natürlich Schwerin, die Landeshauptstadt. Man hatte uns schon gesagt: „Vergesst Schwerin nicht“. Auf einer Insel im Schweriner See liegt die „Großherzogliche Residenz“, eine imposante Baulichkeit mit vergoldeten Türmchen sowie großen und feinen Anlagen. Durch einen Park flanieren wir am breiten Uferweg des Sees zum Schloss. Hier und da fahren Schiffe über den See, beeindruckende Ansichten mit dem Prädikat „sehr schön“. Obrigkeitszugehörig ist das Schloss geblieben, da heute dort der Landtag seinen Sitz hat. Es ist einfach wunderbar, durch die Gärten mit ihren Blumenarrangements und dem Blick zum See zu streifen. Ständig gibt’s Neues zu sehen.
Quasi nebenan liegt das mecklenburgische Stadttheater. In der Altstadt sind die restaurierten hohen Giebelfassaden mehr als einen Blick wert. In den Gassen drängen sich Fachgeschäfte, der Markt wirkt groß und offen. Restaurants und Cafes laden zur Einkehr ein. Wir wurden gut bedient, und lecker war’s auch. Von der Terrasse zum Markt hin hat man quasi einen Logenplatz, um dem bunten Treiben zuzuschauen. Das Rathaus mit Standesamt ist ebenfalls auf dem Markt. Heute gab es gleich mehrere Hochzeiten. Klar, Freitag: Tag für Trauungen. Etwas oberhalb die große Backsteinkirche, die Paulskirche aus dem 19. Jahrhundert, als „neugotisch“ beschrieben. Da Gotteshaus lohnt einen Besuch, allein zur stillen Einkehr, aber auch wegen seiner bunten und schön gestalteten Fenster: ein anschauliches Gesamtensemble aus Baustil und sakraler Kunst. So müssen wir auch die Worte unsere Tippgeberin bestätigen: „Vergesst Schwerin nicht.“
Über die Autobahn geht’s von Berlin oder Hamburg relativ flott nach Schwerin. Allerdings muss es nicht immer Autobahn sein. Über die Landstraßen zu gleiten, sich die weiten Wiesen und im Frühling die knallgelben Rapsfelder anzuschauen und durch verträumte Örtchen zu fahren, hat ebenfalls seinen großen Reiz. Von Hamburg aus, so haben wir es auch schon gemacht, sind wir durch den Sachsenwald gefahren. Das ist schon schön. (Januar 2014. presseweller)
Mehr Informationen erhält man direkt über die Webseiten der Städte.

Bildtext: Imposant sieht das Schweriner Schloss (links) aus, schön ist aber auch die Marktszenerie in Wismar. (Foto/Montage: presseweller)

Hinweis für Redaktionen: Direkter Link zu Text und Foto auch auf „Medientexte Tourismus“ http://www.presseweller.de anfragen. Einzelfotos können über die Presseweller-Seiten ebenfalls angefordert werden.

DIALOGPresseweller schreibt und veröffentlicht im journalistischen Bereich seit 1978 Reiseberichte in unterschiedlichsten Medien, bevorzugt zu nahen per Auto oder Bahn erreichbaren Zielen in Deutschland und im nahen Europa sowie zum großen Teil zu Zielen abseits der Haupt-Tourismusrouten – von Nord- und Ostsee über Westfalen, Schwarzwald, Bayern bis Österreich, Nordost-Italien und Slowenien. Zum Portfolio gehören im PR-Bereich auch Texte und Aktionen für Tourismusverbände, Hotels und Resorts. Ein weiterer Schwerpunkt sind Autotests mit Fahrzeugen der verschiedensten Hersteller und Importeure, vom Familienfahrzeug bis zum rassigen Sportwagen, von Audi bis Skoda, von Chevrolet bis Porsche sowie allgemeine Auto- und Verkehrsthemen.

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